netzwork: "Geld“

Ausstellungskonzept Stadtsparkasse München,Filiale Winthirplatz, Oktober 2005

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Ein Projekt von AG Netzwork und Akku EV, in Zusammenarbeit mit BBK München und Oberbayern

Oliver Dopheide - Lichtintervention
Ralf Hanrieder - Environment
Jürgen Hartmann - Videoinstallation
Heiko Klohn - Filminstallation
Powerschranke - Performance Aktionsskulptur
Johannes Veit - Rauminstallation

 

Der stärkste und unmittelbare Eindruck war das zugleich innere wie äußere Gefühl von Vernichtung [...] Dem Eindruck der Modernität dieser Architektur wirkte die äußerliche Verwahrlosung entgegen: diese Gegenstände waren verwahrlost, farblos, ihre Form aus grauem Zement machte sie zum Zeugnis eines Endzeit-Klimas ...

Paul Virilio, Bunker Archeologie, Les editions du Demi-Cercle, 1991

Das Projekt „ Netzwerk:Geld „ in der Zweigstelle der Münchner Stadtsparkasse wird geplant als Interimsausstellung, die in der temporär ungenutzten Schalterhalle mit Raum-, Licht-, Filminterventionen der besonderen Si tuation und Gestimmtheit eines Ortes nachspüren will. Ein Ort funktionslos, ortlos zwischen den Zeiten, in seiner Verwahrlosung melancholisch und bedrohlich gleichzeitig, soll künstlerisch gestaltet und in seiner Aura ausgelotet oder neu definiert werden.

Der Münchner Lichtkünstler Oliver Dopheide transformiert das Sparkassenlogo an der Stirnseite der Filiale als melancholische Replik zum lateinischen "per aspera ad astra": durch Dunkelheit zum Licht. Licht und Schatten und die Bedrohung in einer unwägbaren Dunkelheit werden real in der Filminszenierung von Heiko Klohn (Dachau) zu Hitchcocks Psycho, die im Kassenraum eingerichtet werden soll. Verborgenes, Magisches sind die Bereiche, die der Dachauer Künstler Ralf Hanrieder in sein

e Arbeit als konstitutives Element integriert hat. Hier in der Bank- dem Ort der Magie des Geldes-erstellt er nach Prinzip des magischen Quadrats eine Raum-Netzarbeit aus filigranen Gummischläuchen. Direkt und doch hintergründig sind die Arbeiten des Filmkünstlers Jürgen Hartmann aus den Filmstudios Hartmannshofen, der in und außerhalb der Sparkassenhalle mit der Installation von Überwachungskameras den Bereich von Macht, Kontrolle und Strafe thematisieren will. Mit der Spiegel-Raumarbeit "Door" interveniert Johannes Veit (München). Eine imaginäre Tür eröffnet einen neuen Raum im Raum: Derriere le Miroir. Die Nürnberger Performancegruppe Powerschranke wi

rd die im Rahmen der Ausstellung entstehende Aktionsplastik als kritisches Modell für menschliche Kommunikation und mediale Vernetzung in das Konzept der Ausstellung einbringen.

 
 

In Zusammenarbeit mit Netzwork AG
Akku ev, Förderung durch Stadtsparkasse München, BBKMünchen u.Oberbayern Galerie Reile.